Buchreview: Die 4-Stunden-Woche von Tim Ferriss

Die 4 Stunden Woche von Tim FerrissEine 40-Stunden-Woche ist für viele von uns normal, Selbstständige arbeiten oftmals noch mehr, um den Erfolg ihres Unternehmens zu gewährleisten. Die Anstrengungen werden dabei in Kauf genommen, aber zu welchem Preis? Die Gesundheit leidet mit der Zeit, die Energien und die Motivation schwinden, bis es irgendwann vielleicht gar nicht mehr geht. Selbst wenn die Arbeit entsprechend entlohnt wird, was oft nicht der Fall ist, hat man gar keine Zeit oder Lust, um es für Hobbys und Urlaub auszugeben.

Da ich ja mein Onlinebusiness nebenbei betreibe ist es nicht selten, dass ich 60-70h die Woche arbeite und die bald beginnende 2-jährige Schule wird mein Arbeitspensum sicher nicht senken.

Um in Zukunft mehr Arbeit abzugeben und effizienter zu werden habe ich mir deshalb das Buch “Die 4 Stunden-Woche – Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben” von Timothy Ferriss gekauft. Darüber habe ich viel positives gehört und möchte es Ihnen nun in diesem Artikel vorstellen.

In dem Buch „Die 4 Stunden Woche“ stellt Timothy Ferriss sein Konzept vor, wie er die tatsächliche Arbeitszeit auf ein Minimum reduziert hat, um mehr Freiraum für das wirkliche Leben zu schaffen. Dabei kombiniert er verschiedene Ideen, Konzepte und Ansichtsweisen, zu einer interessanten Mischung.

Er geht allgemein auf Lebensansichten ein, welche er aus verschiedenen Kulturen zusammengetragen hat. Diese Philosophien fließen in das moderne Zeitmanagement ein. Dazu gehören zum Beispiel die Prozessoptimierung und das Outsourcing nach Indien.

Wer dies verinnerlicht hat, kann sich mit dem nächsten Schritt, einem erfolgreichen Internet-Startup beschäftigen. Diese sind für ihren geringen Aufwand, aber ein überdurchschnittliches Einkommen bekannt. Sein Schreibstil kann dabei als klug und unterhaltsam beschrieben werden. Für fast alle Leser mag es utopisch klingen, aber Ferriss zeigt mit Menschenverstand, dass es tatsächlich möglich ist.

Der Autor überzeugt Schritt für Schritt, wie er es geschafft hat, heute nur noch 4 Stunden pro Woche arbeiten zu müssen. Er wird gerne für verrückt erklärt, aber wer seine Lebensgeschichte kennt, weiß was dahinter steckt. Er beschreibt sich als Selfmade-Unternehmer und Weltenbummler.

Dazu kommen einige Bücher, welche zu Bestsellern wurden. Dass sein Geschäft eigentlich in nur 4 Stunden pro Woche abgewickelt werden kann, bemerkte er auf einer langen Weltreise. Er nutzte 15 Monate, um einige der schönste Orte unseres Planeten zu besuchen und schaffte es trotzdem, ein gutes florierendes Geschäft zu führen.

Er ist bodenständig geblieben, liebt aber einen aktiven Lebenswandel, der ständig neue Herausforderungen sucht.

Für seine 4-Stunden-Woche ist eines ganz wichtig, das D.E.A.L.-Konzept.

Das D.E.A.L. Konzept hat Ferriss selbst entwickelt. (jedenfalls hab ich das so verstanden) und setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:

Kapitel 1: D wie Definition

In diesem Kapitel beschreibt Ferriss wieso man Ziele klar definieren muss um diese auch zu erreichen. Dabei ist es egal ob man sich fasst unerreichbare Ziele setzt oder viele kleine. Zielsetzung hilft einem die Sicht auf die wichtigen Dinge nicht zu verlieren.

Kapitel 2: E wie Eliminieren

Beim Eliminieren geht es um die vielen kleinen Zeitfresser, die sich in unser aller Leben so angesammelt haben. Das stündliche „Mails checken“ oder das stundenlange surfen auf verschiedensten Webseiten/Blogs. Es wird Zeit sich auf die wirklich wichtigen Dinge zu konzentrieren und diese zu vollrichten. Er verweist mehrfach auf das 80/20 Prinzip.

Kapitel 3: A wie Automation

Automatisierung, das für mich beste und interessanteste Kapitel in dem Buch. Timothy Ferriss zeigt hier zum einen wie man seine Geschäft automatisiert und zudem was man dabei beachten muss (Testen) zum anderen führt er auch die Dinge auf die man in Zukunft als „4-Stunden Arbeiter“ delegieren sollte bzw. muss. Outsourcing ist das Stichwort!

Worauf es dabei ankommt und zahlreiche Quellen listet er zudem auf.

Kapitel 4: L wie Liberation

Das 4. Kapitel beschäftigt sich dann weniger mit „Selbständigen“ sondern mit Angestellten. Er beschreibt wie man auch als Angestellter einen „ähnlichen“ Lifestyle leben kann und nennt hier sehr genau was dafür zu tun muss. Raus aus dem Büro und rein in die „Heimarbeit“.

Ein weiterer Punkt in dem Kapitel sind die „Miniruhestände“. Das finde ich ebenfalls einen sehr interessanten Ansatz. Wieso auf die Rente bzw. Ruhestand warten um das Leben zu genießen. Das geht auch jetzt und hier. Dieser Gedanke hat mich wirklich inspiriert und überzeugt!

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Noch mal in wenigen Sätzen zusammengefasst beschreibt Ferriss unter dem D.E.A.L Konzept, dass zunächst klare Ziele definiert werden müssen, welche den festen Willen entwickeln, etwas verändern zu wollen. Wenn jemand mit seiner aktuellen Situation unglücklich ist, dann muss er diese ändern und dabei helfen die eigenen Ziele.

Dafür gilt es, unwichtige Bereiche des Alltags, welche nur Zeit kosten zu erkennen und weitestgehend zu eliminieren.  Viele Dinge können, auch für Angestellte, durch entsprechende Hilfsmittel automatisiert werden. Wer diese Möglichkeiten nutzt, kann sich bald über mehr persönliche Freiheit freuen.

Mein Fazit zum Buch „Die 4 Stunden Woche“ von Tim Ferris:

Timothy Ferriss hat erkannt, dass es nur dieses eine Leben gibt und Dinge wie Unzufriedenheit, Einschränkungen und Willkür nicht dazugehören sollten. Der Querdenker zeigt, wie man sein Leben auch anders, viel zufriedener führen kann und das dies für jeden möglich ist, wenn er den festen Willen dazu hat.

So viel Positives das Buch auch ausstrahlt, es gibt einige Kritikpunkte, welche ich „bemängeln“ muss. Zum einen ist es die Annahme, dass sich jeder selbstständig machen muss, um ein glückliches Leben zu führen. (Den Eindruck hat man zumindest in weiten Teilen des Buches)

Nicht jeder ist dazu geboren, wer sich aber schon immer selbstständig machen wollte, findet hier ein Lösungsbeispiel. Aber nicht alle Menschen hassen ihren Bürojob oder eine andere Tätigkeit.

Im Buch kommt es auch zur wiederholten Nennung der „neuen Reichen“, was zu Missverständnissen bei der Interpretation führen kann. Manch einer findet es auch zu extrem, dass von möglichst wenig Arbeit gesprochen wird, wobei dies auch zu einem aktiven Lebensstil beiträgt.

Er empfiehlt auch um diesen „Lifestyle“ zu leben, viele private Dinge auszulagern. Ich möchte ja weniger Arbeit haben und das delegieren lernen aber meine Verabredungen mit meiner Freundin oder Geburtstagskarten für meine Mutter mach ich dann doch noch selbst.

Dennoch, das Buch hat mich mehr als nur unterhalten und mir die Zeit beim sonnen vertrieben. Ich war wirklich gefesselt, denn Tim Ferris bringt neben eigenen Erfahrungen zahlreiche „Fallbeispiele“ von Menschen, die es wie er ebenfalls geschafft haben ein florierendes Geschäft „auf Autopilot“ aufzubauen.

Auch wenn ich glaube, dass die wenigsten Buchleser die 4-Stunden Woche selbst erreichen werden, so kann ich das Buch zu 100% weiter empfehlen. Es hat mich doch sehr inspiriert, fasziniert und meine Denkweise in Bezug auf ein „Passives Einkommen“ gestärkt.

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Viel Spaß beim Lesen des Buches

Beste Grüße

Thomas H.

7 Gedanken zu „Buchreview: Die 4-Stunden-Woche von Tim Ferriss

  1. Hallo Thomas,

    ich habe das Buch vielleicht schon vor 2 Jahren gelesen und war total begeistert. Ich kann es jedem Empfehlen es auch selbst mal zu lesen – es erweitert auf jeden Fall den eigenen Horizont.

    Gruß
    Siegmar

  2. Hallo Thomas,
    auch ich habe das Buch von Tim Ferriss gelesen. Deine Analyse gefällt mir. Vor der vielen Freizeit hat man eben viel zu tun und die dazu nötigen Schritte sind in dem Buch gut beschrieben.
    Auf dass wir seinem beispiel bald folgen und nur 4 Stunden in der Wosche arbeiten müssen, auch wenn der Job spass macht.

  3. Hallo,

    ich habe das Buch auch schon vor einiger Zeit verschlungen. Ich finde es ist sehr motivierend. Es ist auch gut geschrieben und dementsprechend gut zu lesen.

    Es it vielleicht etwas zu stark auf den amerikanischen Markt und Lifestyle ausgerichtet. Trotzdem kann man, auch als Deutscher, sicher eine Menge daraus lernen und auch umsetzen.

    Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen.

    Gruß

    Volker

  4. Hallo Herr Heinlein,

    Für mich wurde das Buch für den amerikanischen Markt geschrieben, für dessen Auffassung von Leben und Lifestile.

    Als Deutscher die Anregungen ( oder besser Forderungen) umzusetzen habe ich in der Vergangenheit nicht als umsetzbar gesehen, hier ist wieder die Frage Wunschdenken oder auch Umsetzbarkeit in die Realität? Sicher: wer will nicht eine 4 Stunden-Woche, doch um letztendlich wirklich alles und jedes nur noch zu deligieren?

    Wo bleibt dann bitte meine ureigene Freude an der Arbeit… und die lasse ich mir immer noch nicht nehmen oder gdeligiere sie gar an Mitarbeiter

    meint Dr. HJ Karg

  5. Hallo Wolfgang,

    freut mich das dir meine Buchvorstellung gefällt.
    Es müssen nicht 4h Stunden die Woche bei mir sein!
    Auch mit 10 oder 15h könnte ich michr sehr gut anfreunden! 😉

    Beste Grüße
    Thomas H.

  6. hallo dein Beitrag und Analyse vom Buch finde ich klasse ich verbringe ja schon mehr zeit mit meinen e-mail check von da her werde ich die nie erreichen da ich diese entscheidungen selbst treffen muss was davon gelesen und bearbeitet wird aber auch mit 20 stunden in der woche wäre ich mehr als glücklich.Daich selbst betreibe affiliate Marketing
    beste Grüße Jörg Mengel

  7. Hallo Jörg,

    freut mich wenn dir meine Buchvorstellung gefällt.
    Das mit dem Zeitverschwenden beim “Mailen” kenn ich nur zu gut! Mittlerweile habe ich mich aber im Griff (meistens).

    Ich wäre auch mit einer 20h Woche einverstanden, da ist noch genügend Freizeit drin!

    Freue mich von dir wieder zu lesen.
    Beste Grüße
    Thomas H.

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